Erhalt des Bahnhofsgebäudes

von weitemNachdem der Bahnhof Dannenwalde am 2. Juni 1996 wieder eröffnet wurde, lag der Schwerpunkt aller Bemühungen darin, den Halt der Bahn zu sichern. Der Erhalt des durchaus sehenswerten Bahngebäudes mit der Lagerhalle und den Nebengebäuden war erst einmal zweitrangig. Der am 15.2.1997 gegründete Verein Umweltbahnhof Dannenwalde e.V. hatte dann aber zum Ziel, im Bahnhofsgebäude einen Raum zu mieten, um erst einmal „ein Bein drin zu haben". Von dort aus konnte der Halt der Bahn besser abgesichert werden.

Ab 1.4.1997 ist der UBD e.V. „unbefristeter" Mieter von drei Räumen, die daraufhin alle durch Gemeinschaftsarbeiten und Unterstützung anderer örtlich tätiger Vereine renoviert und eingerichtet wurden. Der ehemalige Schalterraum beherbergt eine von Bahnmitarbeitern unterstützte kleine Bahn-Ausstellung, die sehr hübsch möblierte Bahnhofs-Stube wurde für diverse Veranstaltungen genutzt und der dritte Raum war erst ein kleines Büro und ist jetzt die Küche. Ein WC ist über das Treppenhaus erreichbar.

BahnhofsstubeErst zum 2.Juni 2001, dem 5. Jahrestag der Wiedereröffnung des Bahnhofes, wurde mit der Aktion „Blumenbahnhof" auch der obere Teil einbezogen, um die Blumenkästen zu gießen. Am 24.1.2004 wurden die Bahnmitarbeiter abgezogen, die bis dahin die Schranken bedienten. Die Gebäude sind mittlerweile frei von bahntechnischen Anlagen. Seitdem sind alle Räume des Bahnhofsgebäudes erreichbar.

Seit Herbst 2000 steht der Bahnhof Dannenwalde (Gransee) zum Verkauf an. Ein Problem und gleichzeitig auch eine Chance für den Freundeskreis zum Erhalt des Bahnhofes. Die Gemeinde hat 2003 beschlossen, ihr Vorkaufsrecht wahrzunehmen, um einen Kauf durch den Verein Umweltbahnhof Dannenwalde e.V. zu ermöglichen. Am 25.3.2004 fand ein erster Ortstermin statt (DB, Bauamt und Amt für Liegenschaften Gransee, Gemeinderat Dannenwalde, UBD e.V.), bei dem alle Fragen zusammengetragen wurden, die von der Bahn bisher nicht beantwortet werden konnten. In Absprache mit der DB Station&Service sollen die Kaufgespräche im Oktober 2004 beginnen und spätestetens im Jahr 2006 abgeschlossen werden.

Die Mitglieder des Vereines sehen ihre Aufgabe darin, den Bahnhof zu einer Nutzung zu führen, die sich örtlich und auch in die Zielvorgabe „naturnaher Tourismus" einfügen lässt oder zumindest ihr nicht widerspricht. Ein Nutzungskonzept kann nicht „ohne den Wirt" gemacht werden, muss sich also an den personellen Gegebenheiten orientieren. Der Verein will mitwirken und hat auch Interesse an einer Teilnutzung, es gibt aber zur Zeit noch keine Personen, die Interesse daran haben, den gesamten Gebäudekomplex zu übernehmen.

Hier besteht also für alle Interessierten das Angebot,

möglicherweise auf eine über Jahre gewachsene und entwickelte Struktur mit eigenen Interessen und Nutzungswünschen aufzubauen. Nehmen Sie mit uns Kontakt auf.